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Velizy

Partnerstädte

Seit dem 11. April 1976 ist Dietzenbach verschwistert mit der französischen Stadt Vélizy-Villacoublay bei Paris.

Als Dietzenbach im Jahre 1970 die Stadtwerdung und das 750jährige Bestehen feierte, wurde erstmals der Gedanke an eine internationale Städtepartnerschaft wach, und im Frühjahr 1971 fasste die Stadtverordnetenversammlung den Grundsatzbeschluss, unter dem Zeichen der Aussöhnung und der Völkerverständigung mit je einer Stadt in West- und in Osteuropa eine Städtepartnerschaft einzugehen.

Nachdem die bereits zwei Jahre währenden Beziehungen zu einer anderen französischen Stadt fehlgeschlagen waren, nahm man im Mai 1974 Kontakt zu Vélizy-Villacoublay auf, einer Stadt von vergleichbarer Größe und ähnlicher Entwicklung wie Dietzenbach. Die Beziehungen zwischen den Vereinen und Bürgern beider Städte entwickelten sich so positiv, dass man diese Freundschaft zwei Jahre später offiziell besiegeln konnte. Seither werden - neben vielen anderen Begegnungen - die Jahrestage der Verschwisterung im jährlichen Wechsel in Dietzenbach und Vélizy mit großem Festprogramm gefeiert. Zu diesen Jahresfeiern besuchen sich Jahr für Jahr mehrere hundert Menschen in den beiden Städten, und neben den offiziellen Partnerschaftsbegegnungen und Anlässen ist inzwischen eine Vielzahl persönlicher Freundschaften entstanden, mit gegenseitigen Besuchen und gemeinsamen Urlauben, Vereinskontakten, Schüler- und Berufspraktikantenaustausch, sogar Wirtschaftsbeziehungen, und bereits im Jahre 1983 ging eine erste Eheschließung zwischen einem Dietzenbacher und einer Vélizyanerin aus der Städtepartnerschaft hervor.

Den Verantwortlichen in den beiden Partnerstädten und den Aktiven in den Verschwisterungsvereinen Comité de Jumelage in Vélizy und dem Verein für internationale Beziehungen in Dietzenbach ist es in den vergangenen 20 Jahren ohne jeden Zweifel gelungen, ein Stück vereintes Europa zu verwirklichen, getragen vom Geist der Aussöhnung, des Friedens und der Völkerverständigung.

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft wurde der Stadt Dietzenbach im April 1986 für ihre Verdienste um den europäischen Einigungsgedanken die Europafahne des Europa-Rates feierlich verliehen und zum 20jährigen Bestehen der Partnerschaft Dietzenbach - Vélizy wurde Dietzenbach vom Europa-Rat mit der Ehrenplakette ausgezeichnet.


Vélizy-Villacoublay, zehn Kilometer südwestlich von Paris und in unmittelbarer Nähe von Versailles gelegen, dem Département Yvelines zugehörig, hat eine Flächenausdehnung von 909 Hektar, davon sind mehr als ein Drittel - 313 Hektar - bewaldet.
Vélizy ist hervorgegangen aus einem kleinen Dorf im Wald, in dem Frankreichs Könige Ludwig XIV. und Ludwig XV. einen Jagdpavillon besaßen und oft und gern zur Jagd gingen. Im Jahre 1934 wurde Vélizy mit dem Nachbarort Villacoublay zusammengeschlossen. Bekannt wurde Villacoublay durch den im Jahre 1911 erbauten und damit ältesten Militärflughafen Frankreichs; der noch heute für Hubschrauber und Militärflugzeuge genutzt wird.

Ähnlich wie Dietzenbach hat auch Vélizy in diesem Jahrhundert eine rasante Entwicklung durchgemacht: Lebten im Jahre 1901 lediglich 268 Menschen in Vélizy, so waren es 1940 bereits 5:263 Einwohner und 7:411 im Jahre 1962. Dieses Jahr markiert den Wendepunkt in der Entwicklung von einer Landgemeinde zu einer städtisch geprägten Kommune: Zum letzten Mal wurde eine Getreideernte eingebracht, und von nun an wurde die weitere Entwicklung der Stadt nach modernsten städtebaulichen Gesichtspunkten konzipiert. Zu diesem Zweck wurde mit Unterstützung des Staates eigens eine Entwicklungsgesellschaft gegründet, an der je zur Hälfte die Kommune und Privatkapital beteiligt waren.

Wie Dietzenbach ist auch Vélizy eine Stadt vom Reißbrett - allerdings mit dem deutlichen Unterschied, dass Vélizy in sehr viel kürzerer Zeit seine endgültige Gestalt annahm. Innerhalb von zwei Jahrzehnten wurde praktisch die gesamte Wohnbebauung realisiert, ab 1970 wurde im Osten der Stadt ein großzügiges Industriegebiet angelegt, in dem sich zahlreiche namhafte Firmen insbesondere der High-Tech-Branchen angesiedelt haben, mit heute rund 38.000 Arbeitsplätzen.

Vélizy verfügt über eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur, ein umfangreiches Kultur- und Sportangebot und beispielhafte soziale Einrichtungen. Zu den architektonisch schönsten Gebäuden Vélizys gehört das 1985 eröffnete Altenheim "Résidence Madeleine Wagner" (s. Bild), benannt nach der im Alter von 78 Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommenen Frau des damaligen Bürgermeisters Robert Wagner. In dem Gebäude wurden außerdem die Stadtbibliothek mit Videothek und Discothek, ein Sprachstudio, ein Kunsthandwerksatelier, eine Kinderkrippe sowie ein Restaurant untergebracht.

Zum Zeitpunkt der Verschwisterung mit Dietzenbach hatte Vélizy rund 25.000 Einwohner, seit den 80er Jahren ist die Bevölkerungsentwicklung jedoch rückläufig, und bei der Volkszählung von 1990 wurden nur noch 20.580 Einwohner gezählt.

 
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